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Antigewalt Therapie

Anti-Gewalt und Aggressions-Therapie

 

Diese Therapie wird empfohlen für alle Personen, die ihr Verhalten ändern möchten, zur besseren Ausgangslage bei Gericht, auf Anordnung von Richtern, Behörden und Empfehlungen von Strafverteidiger.

 

Grundsätzliche Erklärung und Erläuterung der Ursachen und einer Therapie.

Aggressionen gehören zum Menschsein. Sie grundsätzlich als schlecht zu betrachten wäre der falsche Weg. Wenn intensive Erregungszustände  jedoch mit Gewaltausbrüchen einhergehen, empfiehlt sich  eine Anti-Gewalt- und Aggressions-Therapie.


Von einer Aggressionsstörung ist immer dann die Rede, wenn ein Mensch seine Wut nicht mehr in den Griff bekommt, und der Abbau von Aggressionen mit einem unbeherrschten Verhalten erfolgt.


Eine Anti-Aggressions-Therapie ist nicht das Gleiche wie ein Anti-Aggressionstraining !!


Während beim Anti-Aggressivitäts-Training vordergründig neue Verhaltensmuster eingeübt werden, befasst sich die Anti-Aggressions-Therapie auch mit den Ursachen der aggressiven  Gesinnung. Meist existiert nicht nur ein einzelner Antreib. Vielfach liegt ein Mix aus mehreren Beweggründen vor, die das Leben stark beeinflussen.


Nachfolgend ein Auszug der möglichen Auslöser für Aggressionsstörungen :

 

  • Erbliche Faktoren tragen unter Umständen zu einem erhöhten Aggressionspotenzial bei

  • Manche Menschen kommen mit einem ausgeprägten Aggressionstrieb zur Welt.

  • Die im Elternhaus erlernte aggressive Lebensweise wird wie eine Familientradition aufrechterhalten.

  • Selbst angeeignet setzt voraus, dass aggressives Verhalten in der Vergangenheit Erfolg hatte.

  • Gruppendynamik, Gruppenzwang , falsche Vorbilder.

  • Frustration löst bei einer Reihe von Menschen Aggressionen aus. Bleibt die Erfüllung von Wünschen und Erwartungen aus, dient die Aggression als Ventil zum Abreagieren.

  • Gab es als Kind viel Tadel und wenig Lob, ist ein späteres Trotzverhalten möglich.

  • Alkohol und Drogenmissbrauch verstärken Aggressionen.

  • Wird Aggression sehr lange Zeit unterdrückt, kommt es mitunter irgendwann zu heftigen Ausbrüchen. 

Wann sind Aggressionen zweckdienlich ?

Zum Spektrum der menschlichen Gefühle zählen nicht nur Freude, Liebe, Überraschung, Angst und Trauer, sondern auch Wut, Zorn und Aggressionen.

Der lateinische Begriff "aggredi" wird in der Regel mit "angreifen" übersetzt, was an Konflikte, Kriegsgefecht, Terror oder Cyberattacken denken lässt. Ursprünglich handelte es sich bei Aggression um einen automatisch einsetzenden, biologischen Mechanismus. In einer Gefahrensituation wehren die angeborenen Aggressionsinstinkte körperliche Verletzungen ab.                                                       Reaktionen die beschützen, sind als "vorteilhafte Aggressionen" einzustufen. Aus dem Lateinischen übertragen, kann "aggredi" auch "in Angriff nehmen" bedeuten. Wird aus einem Impuls heraus ein längst fälliges Projekt "in Angriff genommen ", handelt es sich sogar um eine überaus positive Angelegenheit.


Mit Hilfe der Anti-Aggressions-Therapie Alternativen zur dauerhaften Problemlösung finden.

Aggressionen setzen Energien frei.

Sobald der Adrenalinspiegel in die Höhe schnellt, befindet sich ein Mensch in einem extrem wachen Bewusstseinszustand. Eine solche Situation lässt sich im günstigsten Fall konstruktiv  verwerten. Aggressionen sind aber meist mit destruktivem Verhaltensmuster gekoppelt.                                                                    Die zerstörerischen Ambitionen sind entweder auf andere Personen, Objekte oder gegen sich selbst gerichtet. Alkohol und Drogen wirken hier noch als Verstärker.


Menschen Leid zufügen dient in erster Linie der inneren Befriedigung. Es kann sich aber auch um reine Stimulation, Kontrolle über andere, materiellen Gewinn oder um Anerkennung handeln. Die Mittel, die eingesetzt werden, schaden mehr als sie nützen.                                                                                                                                Wer erkannt hat, dass die Gewaltspirale im Laufe der Zeit ins soziale Abseits führt, findet bei einer Anti-Aggressions Therapie Unterstützung. Oftmals sind es die Angehörigen, oder die  Justiz, die auf die Inanspruchnahme einer fachkundigen Hilfe drängen. Letztendlich muss der Betroffene selbst zu einem hohen Grade davon überzeugt sein, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Ohne diese Voraussetzung wird es schwierig eine Anti-Aggressions-Therapie erfolgreich durchzuführen.

Therapiekonzept

Aggressionsbewältigung und Gewaltabbau setzt sich aus Analyse und der Suche nach neuen Verfahren zum Aggressionsabbau zusammen.

Welche Aktivitäten eignen sich, damit sich der innere Druck verringert?                    Die Antwort zu dieser Frage nimmt bei der Therapie eine zentrale Rolle ein. Außerdem werden Techniken erarbeitet, die einer besseren Problemlösung dienen.

Therapieverlauf

  • Anmeldung zu einem kostenfreien Kennenlerngespräch. In diesem Gespräch soll festgestellt werden, ob ein Vertrauensverhältnis hergestellt werden kann und ob eine Therapiebereitschaft vorliegt.

  • Therapievoraussetzungen, mindestens 16 Jahre, die deutsche Sprache verstehen und sprechen. Keine bestehende Alkohol- oder Drogensucht. Bei Bedarf, Einwilligung der Erziehungsberechtigungen, Aufhebung der Schweigepflicht vom Gericht. Eventuell Kostenübernahmeerklärung.

  • Die Therapie umfast mind. 10 Einzelsitzungen a´60 Minuten, und findet in der Regel 1 mal pro Woche statt. Die Termine sollten zusammenhängend stattfinden. 

  • Therapiebeschreibung und Ziele. In der Anti-Gewalt-Therapie kommen  verschiedene Therapieformen zum Einsatz, um einerseits die Ursachen des Fehlverhaltens zu  Ergründen, anderseits um Verhaltensmotive und Verhaltensmuster zu ändern. Des weiteren das tiefere Verständnis der Auswirkungen seines Handelns für sich und andere.

 

  • Nach Beendigung der Therapie erhält der Teilnehmer eine Bescheinigung, die auch zur Vorlage bei Gericht verwendet werden kann.

Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie mich per Telefon oder über Mail kontaktieren.  09261 3082528  Mail. janus58w@web.de